Marrakech Travel Guide

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Marrakesch – Tausendundeine Nacht. Orient. Stadt der Düfte und Schlangenbeschwörer. Verzauberte Welt. Wir haben eine Woche in der marokkanischen Stadt verbracht und nun möchte ich mit Euch meine Highlights und Erfahrungen teilen.


Fakten:

Die „Rote Stadt“, wie Marrakesch aufgrund der roten Häuserfassaden genannt wird, liegt im Landesinneren, im Südwesten Marokkos. Entgegen mancher Annahmen ist sie nicht die Hauptstadt des Landes (das ist Rabat), sondern lediglich der Region Marrakech-Safi. In der Stadt leben ca. 930.000 Menschen, die sich auf die Medina (Altstadt) und die Ville Nouvelle (Neue Stadt) verteilen. Die Altstadt wird in vielen Reiseführern zur besseren Orientierung weiter in die innere, östliche und nördliche Medina unterteilt. Die Ville Nouvelle unterscheidet sich weiter in Stadtteile, wie z. B. La Hivernage, Gueliz, Quartier Industrielle oder La Palmeraie.

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Übrigens wird in Marokko neben dem marokkanischen Arabisch als Amtssprache, auch Französisch als Handels-, Bildungs- und inoffizielle Arbeitssprache verwendet. Bevor Ihr Euren Trip nach Marokko startet ist ein kurzes Fresh-Up des Basiswortschatzes deshalb durchaus empfehlenswert. 😏

Unterkunft:

Die Auswahl der richtigen Herberge in Marrakesch ist ziemlich entscheidend für den gesamten Urlaub. Sucht Ihr Entspannung und wollt euch mit dem Tausendundeine Nacht-Feeling verwöhnen lassen und erholen? Dann empfehle ich die Wahl eines Hotels in La Palmeraie. Möchtet Ihr dagegen das komplette „Marrakesch“-Programm und seid eher auf einen City Trip aus, dann wäre ein Riad die richtige Wahl.

Für Letzteres haben auch wir uns entschieden und sieben Tage in der Medina gewohnt. Riads sind städtische Wohnhäuser oder auch kleine Paläste mit begrüntem Innenhof. Mehr als zehn Zimmer sind es nie und meist haben ihre Besitzer sie mit viel Liebe im traditionellen Stil mit edlen Webteppichen, Antiquitäten, orientalischen Lampen, Holzschnitzereien und Mosaiken dekoriert. Kleine Oasen inmitten der verwinkelten Gassen der Stadt. 🌳 🌴 Tritt man aus der Tür eines Riads, steht man direkt im Getümmel und hat es meist nicht weit zu vielen Sehenswürdigkeiten. Allerdings sieht man sich damit auch unweigerlich den unschönen Seiten Marrakeschs konfrontiert: Verkehr, Staub, Lärm und Dreck. Dem entgeht nur, wer in eines der Resorts außerhalb der Medina eincheckt. Swimmingpool, Sonnenbaden und AI-Buffet ist dann angesagt, doch viel von Marokko bekommt man da wohl nicht mit. Dafür findet Ihr aber Ruhe und Erholung und könnt Euch immer noch jederzeit mit dem Shuttle in die Medina fahren lassen.

 Lest dazu weiter unten auch noch meine Empfehlung zu „Wie viele Tage Marrakesch?“.

Sights:

Der Djemaa El Fna erwies sich für uns als bester Ausgangspunkt aller Erkundungen, weil er sehr zentral gelegen ist und von hier die größten Wege in alle Richtungen abgehen. Nicht ohne Grund wurde der Platz 2001 als erster Ort von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes ernannt. Schlangenbeschwörer, Henna-Frauen, Wahrsager, Geschichtenerzähler, Tänzer, Musiker und Händler – ein unglaublich buntes Treiben. In der Dämmerung verwandelt sich der Platz dazu auch noch in ein riesiges Freiluftrestaurant und der Rauch von über 100 Grillständen schwängert die Luft. Ich wusste gar nicht worüber ich zuerst staunen sollte, denn die Eindrücke überforderten mich im ersten Moment einfach nur.
Die Einheimischen treffen sich hier in den milden Abendstunden zum gemütlichen Beisammensein und Touristen genießen den Blick auf den Trubel beim Abendessen in einem der Restaurants am Platz oder lassen sich weiter zum Bummeln in die Souks treiben.

!!! Hier wimmelt es von Touristen, was auch Trickbetrügern und Dieben nicht entgangen ist. Passt auf Eure Wertsachen besonders gut auf! Und auch Andere wittern ihr Geschäft: Um zu fotografieren, versucht Euch auf dem Platz immer irgendjemand zur Kasse zu bitten – Fotomotive gibt es schließlich viele. Selbst die Henna-Frauen können richtig aufdringlich werden und nerven selbst bei einem „Nein“ mit „only a little flower for good luck“ weiter.

Unweit des Djemaa El Fna, vorbei an den vielen Pferdekutschen, die zur Stadtrundfahrt bereitstehen, erhebt sich die Koutoubia Moschee. Schon beim Landeanflug auf Marrakesch ragt ihr Minarett aus dem 12. Jahrhundert über die Medina. Touristen können die Moschee nur von außen besichtigen. Hier ruft der Muezzin noch persönlich die Gläubigen zum Gebet – also lohnt ein Stop zur Gebetszeit.

Hinter der Moschee versteckt sich eines meiner liebsten Highlights – der Jardin de la Koutoubia. Ein wundervoll angelegter Park mit Wasserspiel und für mich eine der vielen traumhaft kleinen Oasen Marrakeschs. Denn wer wie wir die meiste Zeit in der Medina verbringt, wird wohl oder übel schnell von den verstopften Straßen mit den  Eselskarren, Fahrrädern und vor allem(!) den knatternden und stinkenden Mopeds genervt sein. Die Parks sind dann einfach ein Paradies, um zumindest ein klein wenig Erholung zu finden. I promise! 😉

Orangenbäume, Vogelgezwitscher und schattige Bänke inmitten prächtiger Rosenstöcke findet ihr außerdem im Cyber Parc Arsat Moulay Abdessalem (Free Wifi), im Jardin Le Secret oder in den Jardins de la Mamounia (Must, Must Sight!!). Hier hat es mir mit Abstand am besten gefallen! Eine wunderschöne Hotelanlage des Luxus-Hauses mit vielen tollen Instagram-Spots, die Ihr nicht verpassen solltet. Traut Euch einfach an den Wärter am Eingang vorbei – der Eintritt ist für alle gestattet und kostenfrei!

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Ein Besuch des wenig gepflegten Jardin Ménara empfehle ich dagegen nicht. Die Aussicht zum Atlasgebirge ist das einzige echte Highlight und leider nur selten auch wirklich gut zu sehen.

Weitaus mehr lohnt dagegen, für die weniger Zartbesaiteten unter Euch, ein Besuch des Quartier des Tanneurs (Gerberviertel) in der nördlichen Medina. Nach einigen vergeblichen Versuchen zu Fuß haben wir uns schließlich mit dem Taxi fahren lassen – der Weg dahin ähnelte einem Labyrinth. 😣 Hier werden Tierhäute noch ganz traditionell zu Leder verarbeitet. Ein unglaublich hartes Handwerk, das es so wohl bald nicht mehr geben wird. Um es zu bewahren haben sich deshalb die Gerberfamilien zu Kooperativen zusammengefunden und bieten für 2 € p. P. kleine Führungen an. Den Strauch frische Minze solltet Ihr keinesfalls ablehnen. Ihr werdet dankbar sein, wenn ihr daran riechen könnt! 😉 Die Guides führten uns recht zügig durch das Viertel. Wir hatten aber nach der Tour die Möglichkeit erneut hinein zu gehen und uns in Ruhe alles anzusehen und  konnten so sogar beim Enthaaren der weichen „Leder“ dabei sein.

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Wenn ihr schon einmal in der nördlichen Medina seid, möchte ich euch noch einen Besuch im Musée du Parfum ans Herz legen. In einem hübschen, kleinen Stadtpalast erfahrt Ihr für 4 € Eintritt p. P. mehr über die sieben Düfte Marokkos und die Herstellung von Arganöl und Rosenwasser. Es ist sehr liebevoll, kurzweilig aber interessant gestaltet – und wie zu erwarten, gibt es natürlich auch viele Düfte zum Schnuppern! Zum Schluss habt Ihr auch die Möglichkeit Euch Euer eigenes Parfum aus den hochwertigen Essenzen zu kreieren (je nach Menge kostet es zwischen 30 und 50 €).😍 Wenn das nicht ein Souvenir der besonderen Art ist!

Weitere Sehenswürdigkeiten wie die Saadier Gräber, der Palais de la Bahia oder der El Badii Palast, wo Dior jüngst seine Cruise-Collection 2020 mit einer aufwendigen Show präsentierte, werden in Reiseführern als DIE Touristenziele schlechthin gehandelt. Zu unserem Reisestil passt das aber eher weniger, deshalb gibt’s an dieser Stelle dazu keine Einschätzung von mir.

Egal ob nur während eines kurzen Aufenthalts oder auch länger, einen Abstecher raus aus der Medina solltet Ihr in jedem Fall unternehmen. Die Ville Nouvelle ist nämlich schon ein ziemlicher Gegensatz zur Altstadt. Wo dort noch die Einheimischen tote Hasen an den Ohren fürs Abendessen nach Hause tragen (ja, wirklich), tickt außerhalb das Marrakesch des modernen Zeitalters mit einem Hauch von Europa.

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Auf unserer Liste für die Ville Nouvelle an erster Stelle stand der Jardin Majorelle. Ein ca. 4.000 m² großer Garten, den Jacques Majorelle 1923 im damals französischen Marokko anlegte. Inzwischen ist seine Kunst fast vergessen, doch sein Garten erfreut sich noch immer großer, öffentlicher Beliebtheit. Also zeitiges Aufstehen zahlt sich aus, denn nur wer pünktlich 8 Uhr am Einlass ist, erspart sich die ellenlangen Warteschlangen. Deshalb kamen auch wir, nach einem ersten Versuch an einem Nachmittag, ein zweites Mal morgens zum Park. Frühstück gab’s dann im Café Majorelle, direkt im Garten. Egal ob mit Anstehen oder ohne: Die 7 € Eintritt p. P. sind gut investiert und ein Besuch des Parks wirklich empfehlenswert. Flora und Architektur sowie die vielen kleinen Elemente in Majorelle-Blau ließen mich dort wieder von Tausendundeine Nacht träumen. 🤩

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Übrigens ist gleich nebenan das Musée Yves Saint Laurent. Der Designer kaufte den Garten in den 80-ern und machte es zu seiner Muse für viele, folgende Kollektionen. Später fand der Designer hier auch seinen Rückzugsort und veranlasste, dass nach dem Ableben seine Asche im dortigen Rosengarten verstreut wurde.

In der Ville Nouvelle kamen wir auch am Theatre Royal und dem Gare de Marrakech (Bahnhof) vorbei. Die Gebäude sind erst 2001 und 2008 errichtet wurden. Wohl der einzige Grund, der sie sehenswert macht. Wer in Eile ist, muss hier also nicht unbedingt einen Stop einlegen. Wenn auch die Sights in der Ville Nouvelle begrenzt sind. In puncto Shopping & Food wird hier einiges geboten. 

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Shopping:

In den Souks, die sich vor allem durch die gesamte innere Medina ziehen, wird jedem Interior-Liebhaber das Herz aufgehen! Alle Eingänge führen in eine Schatzkammer voller bunter, exotischer Geheimnisse. Teppiche, Kissen und Puffs, orientalische Lampen, Windlichter, Kupfergeschirr, bemalte Teegläser. Es ist nicht nur wunderschön anzusehen, wie die Händler ihre Stände bestückt haben, sondern verleitet auch die gesamte Inneneinrichtung daheim einmal auf den Kopf zu stellen 😅. Ein bisschen abseits des Djemaa El Fna werden die Souks aber auch zunehmend weniger touristisch, denn hier kaufen die Einheimischen ihre Waren des täglichen Bedarfs. Deshalb finden sich an einer Stelle die Basare für Fleisch, an anderer Stelle die Gewürzhändler, Gemüse und Obststände oder Textilverkäufer. Über die vielen Seitenstraßen und -gassen gelangt man auch zu den Korbflechtern, Wollfärbern, Schmiedekünstlern usw. Es hat mich beeindruckt das Handwerk hier noch in dieser Vielfalt zu sehen, auch wenn das Gros inzwischen ein recht einheitliches Sortiment verschiedener Artikel anbietet.

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!!! Credo in den Souks: Verhandeln ist alles! Lasst Euch deshalb am besten nicht anmerken, wenn Euch etwas gefällt. Und steigt deutlich niedriger ein, als das Maximalangebot lautet. Die Verkäufer werden natürlich protestieren, aber letztlich entscheidet Ihr, für welchen Preis Ihr zahlt. Wir haben bspw. eine Teekanne gekauft und statt ursprünglich veranschlagten 65 € schlussendlich 25 € gezahlt. 💸 Also traut Euch einfach.

!!! Im Gewirr der immergleichen Gässchen ist es quasi unmöglich nicht die Orientierung zu verlieren. Lasst euch einfach mal treiben und vergesst die Sorgen um den richtigen Weg. Das ist Teil des Erlebnisses! Wenn Ihr euch doch unsicher werdet, dann fragt immer die Verkäufer in den Geschäften nach dem Weg. Verlasst euch keinesfalls auf die Aussagen der besonders freundlichen „Schlepper“. Gern locken sie Touristen mit Sätzen wie „The road is closed today.“ oder „The square is in this direction“ zum Geschäft des Onkels und damit ins Jenseits. Da die wenigsten Gassen ausgeschildert sind, erwies sich der klassische Cityplan auch nicht gerade als hilfreich. Google Maps hat sich dagegen für mich total bewährt und uns tatsächlich aus der ein oder anderen Sackgasse heraus navigiert 😆🙈.

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Am meisten Spaß hat mir das Bummeln und Einkaufen auf dem Place Rhaba Kedima gemacht. In der Mitte sitzen viele Korbflächter-Frauen, die das Bild des Platzes prägen. Und rundherum haben sich die Händler (die hier weniger aufdringlich sind)  mit kleinen Buden niedergelassen. Man findet zwar auch nichts anderes als Gewürze, Öle und Korbtaschen, aber das Ambiente ist viel schöner und regelrecht entspannt, als auf dem Djemaa El Fna.

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Abseits der geschäftigen Souks gibt es in der Medina aber auch sehr schicke Boutiquen und hippe Concept Stores, die beinah europäisch anmuten. Uns sind sie erst an den letzten Tagen unserer Reise überhaupt aufgefallen, so sehr haben uns die Eindrücke auf den Straßen überfordert. 🤭

Hier ein paar Adressen in der Medina:

  • Chabi Chic Marocco
    marokkanische Keramik, stylische Korbtaschen, edle Öle und Kosmetika
    106 Rue Kennaria, Quartier Rue des Banques
  • Max & Jan
    handgewebte Kleidung verschiedener Designer, Tücher, Parfum, Sonnenbrillen
    14 Rue Amsefah, Sidi Abdelaziz

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Vom Djemaa El Fna sind es fußläufig entlang der Avenue Mohammed V. etwa 20 Minuten bis zum Place du 16 Novembre – dem Knotenpunkt von Guéliz. Große Ketten wie Zara und Stradivarius findet Ihr hier genauso, wie kleine Läden mit Marrakchi-Handwerkskunst. An der Straße reihen sich Restaurants und Cafés aneinander und ein paar Meter weiter lässt sich in der Mall Carré Eden schick und klimatisiert shoppen.

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Wem das noch nicht genug ist, der fährt raus ins Gewerbegebiet Sidi Ghanem. Am nördlichen Stadtrand soll dort ein marokkanisches Shoppingparadies zu finden sein. Zahlreiche aus- und inländische Designer haben hier ihre Werkstätten und Verkaufsräume für Kunst, Möbel und Mode. Wir waren selbst nicht da, haben aber sehr oft Sidi Ghanem als Ausflugstipp genannt bekommen.

PS: Die Ménara Mall in der Nähe vom Jardin Ménara sieht von außen protzig aus, hat im Inneren aber so gut wie gar nichts zu bieten. Als wir da waren, kamen wir uns ziemlich verloren vor. Es war wie ausgestorben und in den wenigen Geschäften standen sich die Verkäufer die Beine in den Bauch. Lohnt überhaupt nicht! 👎

Food:

Die Essensstände, die allabendlich auf dem Djemaa El Fna aufgebaut werden, sind der Inbegriff von Marrakeschs Lebendigkeit. Es gibt Tajine, Fish & Chips, Schnecken, Kebab oder auch einfach eine milde Suppe. Das Essen wird stets frisch zubereitet! Nur hinterließ es bei mir keinen allzu bleibenden Eindruck. An allen Ständen, die wir während unseres Aufenthalts besucht hatten, wurden die Gerichte wirklich NIE gewürzt. Und das bei einer solchen Gewürzvielfalt? Naja, satt wird man trotzdem und das Flair dort zu essen kann man zumindest ein-/zweimal mitnehmen. Zu fairen Preisen lässt es sich ringsum den Platz aber weitaus schmackhafter speisen. Und: Fast alle Lokale haben auch eine Dachterrasse, von der aus man das Gewusel beobachten kann.

!!! Es gibt eine ganze Reihe nur mit Saftständen, an denen Ihr für 5 MAD (klein) bzw. 10 MAD (groß), also ca. 0,50/1 € z. B. frisch gepressten Orangensaft bekommt. Super lecker und erfrischend, an einem heißen Sommertag in Marrakesch. Aber Vorsicht, es ist nicht auszuschließen, dass die Säfte auch schonmal etwas länger am Stand (vorgepresst) stehen. Ihr kennt Euren Körper am besten!

In den Straßen der Altstadt gibt es im Abstand weniger Meter auch viele kleine Bistros, die neben Tajine oder Falafel, für wirklich wenig Geld, auch europäische Gerichte wie Burger & Pizza zubereiten. Probiert hier unbedingt mal einen Avocado Smoothie (Jus d’avocat) – super lecker!

Am Place Rhaba Kedima sind das Nomad und das Café des Épices wegen des stylischen Interiors, den großen Dachterrassen und der guten Küche total angesagt. ✨ Da viele Reiseführer diese Restaurants jedoch auch erwähnen, müsst Ihr Glück und Geduld haben, um in der Saison ohne Reservierung einen Platz zu bekommen.

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Weniger common ist z. B. das Café Chinguitti – ebenfalls mit einer guten Küche, Dachterrasse und nur wenige Meter von den zwei anderen Spots entfernt. Wir haben es von unten gesehen und einfach ausprobiert. 🤗

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!!! Damit der Marrakeschurlaub noch lange in Erinnerung bleibt, müsst Ihr einen Thé a la Menthe 🌿 probieren. Eigentlich kommt Ihr daran ohnehin nicht vorbei, denn der „Whisky Marocain“ (marokkanische Minztee) wird nahezu überall serviert. Eine echte Aromabombe, die traditionell auch mit ganz viel Zucker gereicht wird. 😳

PS: Kaffee können die Marokkaner allerdings nicht sooo gut. 🥴

Den Tag in Guéliz lässt es sich mit einem guten Frühstück im Café Atlas am Place Abdel Moumen Ben Ali starten. Das Café Négociants bekommt zwar keine morgendliche Sonne ab, bietet aber den gleichen Blick auf das wuselige Geschehen – nur von der anderen Seite. Ihr habt die Wahl! 😉

Und hier noch meine zwei ganz persönlichen Food-Highlights in der Ville Nouvelle: Geeiste Orangenblüten-Dattel-Milch – gibt es nur im Café Majorelle! Und: Das Dame Blanche Softeis mit Biscotto Carmel bei Quick. 😍 🤤

Achso: Besonders instagramable lässt es sich im Le Salama essen. Die üppige Bepflanzung an der Decke schafft ein wunderschönes Ambiente auf der verglasten Dachterrasse. Ganz günstig sind die Speisen und Getränke hier jedoch nicht.

Must Do’s:

+ Crêpes gibt es auch in Marokko. Umbedingt solltet Ihr ihn Euch mit Amlou bestellen, denn das ist quasi die marokkanische Nutella. Sie besteht aus gerösteten Mandeln, Honig und Arganöl. 🍯

+ Marokko ist für die Produktion von Rosenwasser und hochwertigen Ölen bekannt. Die Herstellung ist weitaus aufwendiger und schonender als in anderen Produktionsländern, wodurch die Produkte eine erstklassige Qualität aufweisen. Hier solltet Ihr nicht zögern und Euch vielleicht sogar gleich ein, zwei Flaschen mehr mitnehmen. 🌹 Aber Achtung: Bitte nicht auf den Märkten oder am Straßenrand kaufen! Die Öl-Flaschen sollten außerdem aus Glas sein und: Rosenwasser ist in seiner reinen Form nicht rosa!

Warum von dem Lärm und Dreck nicht mal entfliehen und die marokkanische Badekultur erleben? Das geht in einem der vielen Hamam in der Medina. Das ist nicht nur super entspannend, sondern auch sehr luxuriös. 🧘🏼‍♀️

Marrakesch ist bunt und vielseitig, aber noch längst nicht alles was  Marokko zu bieten hat. Es empfiehlt sich, bei längerem Aufenthalt, das Land z. B. auf Tagesausflügen noch weiter zu entdecken. Ausflüge könnt Ihr viele unternehmen, so bspw. ins Atlasgebirge, in die Wüste, zu den Wasserfällen ins Ourikatal, oder wie wir nach Essaouira. Von Marrakesch sind es ca. 3 Stunden Fahrtzeit bis zur Hafenstadt, die wegen der starken Winde vor allem bei Surfern sehr beliebt ist. Im direkten Vergleich fiel uns sofort auf, dass das kleine Städtchen viel sauberer ist und die inzwischen gewöhnte Geräuschkulisse war komplett verstummt – wie erholsam! Um das etwas andere Urlaubsgefühl zu genießen, haben wir in einem der vielen Dachterrassenrestaurants mit Blick auf den Atlantik gegessen. Auch Souvenirs, Handwerkskunst und Arganöl lässt es sich in Essaouira komplett stressfrei shoppen.

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Don’ts:

— Nicht ins Taxi einsteigen, ohne vorher den Preis festzulegen! Mit Touristen wird hoch gepokert. Die Taxifahrer geben nach einem „Nein“ aber in der Regel immer nochmal nach.

Moscheen sind für Nicht-Muslime tabu! Zugänglich ist nur die Koranschule Maderas Ben Youssef.

Tiere haben in Marokko keine gute Stellung. Erinnerungsfotos mit Affen und Schlangen auf dem Djemaa El Fna und Kutschfahrten von dort unterstützen das Geschäft auf Kosten der Tiere. Also bitte verzichtet darauf.

Fazit: Wie viele Tage Marrakesch?

Die Stadt ist ohne Frage eine Reise wert, doch Ihr solltet Euch gefasst machen – Ihr taucht ein in eine andere Welt. Pure Erholung? Fehlanzeige! Das sollte jedem klar sein, der einen City-Trip nach Marrakesch plant.

Die Übernachtungsmöglichkeiten in Marrakesch hatte ich Euch bereits aufgeführt. Auch wenn beide Möglichkeiten ihre Vor- und Nachteile haben, geht meine Empfehlung ganz klar hin zu einer Kombination von Unterkünften in der Medina und in La Palmeraie. So sollte man zumindest nicht völlig gestresst aus Marokko zurückkehren. Alternativ könntet Ihr auch nach einem gehobenen Riad Ausschau halten, welches vielleicht sogar über Sonnenterrasse und Pool  verfügt. Ich bin mir sicher, dann kommt die Entspannung auch nicht zu kurz. 😉

Aber nun zur Frage „Wie viele Tage braucht man in Marrakesch?“. Meiner Meinung nach ist man mit vier vollen Tagen sehr gut dabei, um locker die Stadt zu erkunden. Man glaubt es vielleicht gar nicht, aber die Innenstadt und alle Sehenswürdigkeiten sind recht schnell zu Fuß zu erreichen, wodurch man am Tag wirklich zügig von A nach B kommt und viele Attraktionen abläuft. In den sieben Tagen, die wir in Marrakesch verbracht hatten, sind wir an einigen Plätzen tlw. zum dritten oder vierten Mal vorbeigekommen und haben alles gesehen, was ich Euch oben aufgezählt habe. 🤗 Wer noch einen Ausflug plant oder eben länger im Resort chillen mag, der hängt individuell einfach noch ein paar mehr Tage dran.

Ich wünsche Euch in jedem Fall eine wundervolle Zeit in Marrakesch und freue mich schon jetzt auf all Eure Berichte. 💕

Budapest City Guide

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Warum muss es eigentlich immer Paris, Mailand oder Rom sein?

Europa hat doch so viele Metropolen mehr zu bieten. Mein Finger lief die Landkarte ab und stoppte in Ungarn, Budapest. Damit stand unser nächstes Ziel fest. 3 Tage ungarische Hauptstadt, nur Handgepäck, für 18 Euro. Perfekt!

Unterkunft:
Unser Appartement buchten wir über AirBnB, wo wir eine wunderhübsche Wohnung von Tamás bezogen. Die mit Abstand schönste AirBnB-Unterkunft, in der ich bisher übernachtet hatte und mit 41 € pro Nacht (zzgl. AirBnB-Gebühr) auch preislich unschlagbar.

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Verkehrsmittel:
Was liegt näher als ganz local die Öffentlichen zu nutzen. In Budapest kommt man super mit den vier U-Bahnlinien und den hübschen nostalgischen Straßenbahnen von A nach B. Wir haben uns direkt am Flughafen ein 72-Hours-Ticket für 4150 HUF (ca. 13,40 €) p.P. gekauft.

Um vom Airport ins Zentrum zu gelangen, bietet die BKV die Buslinie 200E an. Sie bringt Euch im 5-Minuten-Takt bis zur nahegelegenen U-Bahnstation Kőbánya-Kispest, von wo die M3 bspw. bis zum Verkehrsknotenpunkt Deák Ferenc tér (Umstieg M1,M2) fährt. Unser Appartement konnten wir von dort zu Fuß erreichen, also alles in allem total unkompliziert. 🙂

Sights:
Ein Citytrip ohne Sightseeing, für mich undenkbar. Ein wenig Kultur muss schon sein. Gerade die geschichtsträchtige ungarische Hauptstadt hat nämlich einige Must-Sees zu bieten. Der monumentale Heldenplatz im Norden der Stadt (14. Bezirk) ist eines davon.

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Vom Platz aus lässt sich nicht weit entfernt schon das Stadtwäldchen und die Burg Vajdahunyad sehen. Im Winter ist es dort zugegen etwas karg und trostlos, doch im Sommer lässt es sich im Park sicher gut entspannen und flanieren. Am Heldenplatz beginnt auch die Adrássy út. Folgt man ihr zu Fuß ins Zentrum, erreicht man nach einer ganzen Weile linker Hand das Opernhaus. In unserem Fall (der klirrenden Kälte geschuldet) brachte uns die U-Bahn dorthin. 😉 Aber egal, die Opera ist definitiv einen Besuch wert.

Natürlich solltet Ihr bei Eurer Sightseeing-Tour auch einen Besuch der St. Stephans-Basilika und des Parlaments einplanen. Am besten Ihr verbindet es mit einem Spaziergang durch den 6. Bezirk, so kommt Ihr nämlich auch noch an dem ein oder anderen hübschen Platz vorbei.

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Über Buda (westlich der Donau) erhebt sich der Gellertberg. Ob Sommer oder Winter ist der kleine Anstieg hinauf bis zur Freiheitsstatue definitiv ein Muss, denn oben belohnt ein traumhafter Blick rüber nach Pest und hinab zur Donau.

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Bleibt man in Buda, bietet sich ein Abstecher zur Buda Burg, Matthiaskirche und Fischerbastei an. Im Sommer trifft man im Burgareal viele Straßenkünstler oder Musiker und findet überall ein gemütliches Plätzchen für eine kurze Eispause. Im Winter empfiehlt sich eine Kaffeepause in einem der niedlichen Cafés um die Burg.

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Wer genug von Kultur hat, nimmt den Bus 16 der direkt an der Matthiaskirche hält, wieder rüber nach Pest. Fahrt Ihr bis zur Endstation (Deák Ferenc tér), landet Ihr im Szeneviertel der Stadt. Sehr hübsch und ein Bisschen alternativ ist hier die Gozsdu-Passage. Sie verbindet über Hinterhöfe die Dobu út mit der Király út. Hippe Restaurants, Bars und Handmade/Vintage-Verkaufsstände reihen sich aneinander. Ich kann Euch aus eigener Erfahrung empfehlen ohne großen Plan den Bezirk zu erkunden, Ihr werdet mit Sicherheit einige coole Hotspots finden, denn der Stadtteil ist momentan total angesagt. Dazu zählt bspw. der Steetfood Karavan (Kazinczy út 18) oder die Ruinenkneipe Szimpla Kert (Kazinczy út 14).

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Wenn Euch vom vielen Laufen die Beine wehtun, dann lege ich Euch den Besuch einer Therme ans Herz. Wohl am bekanntesten sind  Széchenyi und Gellért Bad. Für wenig Geld könnt Ihr in den verschiedenen, bis zu 42 Grad heißen Thermalbecken entspannen oder Euch mit einer Massage noch etwas Gutes tun. Insidertipp: Geht nicht in die oben genannten Thermen, sondern lieber in die Rudas Therme (Döbrentei tér 9) in Buda!! Auf dem Dach der Therme gibt es einen Outdoor-Rooftop-Whirlpool mit Blick über Budapest.

Shopping:
Vom Deák Ferenc tér unweit entfernt ist der sogenannte Fashion District. Rund um die Deák Ferenc út haben sich die wichtigsten Modehäuser und Luxus-Brands angesiedelt. Da sollte jede Frau (und auch die Männer) fündig werden.

Wenn es ein paar ungarische Spezialitäten sein sollen, dann werdet Ihr in der großen Markthalle (Vámház krt. 1-3) alles finden wonach Euch lieb ist. Leckere Kekse und landestypische Backwaren, die legendäre ungarische Salami oder einfach frisches Obst und Gemüse. All das gibt es dort im Überfluss.

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Food:
Durch die recht niedrigen Preise von Speisen und Getränken in Ungarn, hatten wir uns entschlossen auf das Kochen im Appartement zu verzichten und uns stattdessen ein paar schöne Food-Hotspots draußen zu suchen. Am ersten Tag landeten wir so bspw. im Spiler in der Gozsdu-Passage. Ein Restaurant was ich Euch nicht empfehlen würde, denn die Burger sind nicht gut. Generell ist die Passage zwar hübsch zum flanieren, aber Touristen werden links und rechts abgefangen und in die Lokale gelockt. Eher uncool. Die bessere Wahl um Burger zu essen ist da auf jeden Fall das Beer and Burger (Wesselényi út 32)!!

Eine echte Überraschung war für uns auch das Frühstück im À Table direkt gegenüber unserer Wohnung auf der Wesselényi út 9. Auch wenn es sich (wie der Name schon verrät) um französische Küche handelt, lohnt ein Besuch, wenn es z.B. frische Croissants zum Frühstück sein dürfen. Mein Geheimtipp sind jedoch die oeufs florentins: Buttertoast mit Spinat, pochiertem Ei und Sauce Hollandaise.

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Unbedingt solltet Ihr auch in den Genuss eines echten ungarischen Langos kommen. Aber wer denkt den gibt es dort an jeder Ecke, der irrt. Wir haben sehr viel recherchiert und am Ende glücklicherweise Tomí Langos (Blaha Lujza tér 1), ganz versteckt in einer Nebenstraße, gefunden. Für umgerechnet 1,50 € gab es dort den typischen Langos  mit Sauerrahm, Knoblauch und Käse für mich. *Yummy*

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Noch ein sehr lohnenswerter Breakfast-Place ist das Solinfo Cafe (Wesselényi út 6). Pancakes, Scrambled Eggs, ungarische Frühstücksplatte… die Auswahl ist verdammt groß und die Preise für ein stylisches Ambiente und ausgezeichnetes Essen unschlagbar!

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Und wenn es abends noch auf einen Cocktail in die Bar gehen soll, dann schaut mal im Mazel Tov (Akácfa út 47) vorbei. Fast täglich könnt Ihr in der hippen Location bei Livemusik, sehr gute Cocktails für wenig Geld genießen.

Was wir auf unserem Kurztrip alles erlebt haben könnt Ihr Euch auch im Video nochmal ansehen. Ich habe für Euch meine Snapchat-Story der drei Tage  in Budapest zusammengefasst. Viel Spaß dabei!

Erzählt mir was Ihr in Budapest erlebt habt. Was waren Eure Highlights oder steht Eure Reise erst noch bevor? Ich freue mich von Euch zu hören. ❤

Zehn Dinge, die Du in Kalabrien gemacht haben solltest

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Hallo Ihr Lieben,

nach einer Zeit voller Reisen besinne ich mich die kommenden zwei Wochen nun erstmal wieder auf meine Heimatstadt Dresden. Doch zuvor wollte ich unbedingt diesen Post mit Euch teilen. „Frischer“ Content quasi bevor die Erinnerungen beginnen zu verblassen. Vielleicht steht bei dem Einen oder Anderen ja der Urlaub in Kalabrien kurz bevor und diese Tipps helfen Euch weiter.


Kalabrien ist die südlichste Festlandregion Italiens, quasi die Stiefelspitze. Da die öffentlichen Verkehrsmittel dort sehr unregelmäßig und sporadisch fahren, haben wir uns am Flughafen in Lamezia Terme für die komplette Woche einen Mietwagen genommen. Der ist definitiv Voraussetzung, um Kalabrien zu entdecken und nicht nur am Strand abzugammeln.

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1. Tartufo Eis in Pizzo 

Das Tartufo-Eis, ein mit flüssiger Schokolade gefülltes Vanilleeis, welches wiederum mit Schokoeis umhüllt und Kakaopulver besteubt ist, kennt Ihr sicher auch aus deutschen Eisdielen. Seinen Ursprung soll es in Pizzo, einer kleinen Gemeinde in Kalabrien haben. Dort streiten sich die Gelatiere noch heute darum, wer die Delikatesse erfunden hat und das beste Eis macht. Auf dem Piazza della Repubblica habt Ihr die Qual der Wahl um die Delikatesse zu probieren.

Kosten: Tartufo Eis ab ca. 5€
Adresse: Piazza della Repubblica, 89812 Pizzo VV

2. Beachday am Strand von Tropea

Eines der wohl schönsten Urlaubsparadiese in Kalabrien ist Tropea. Die kleine Stadt hat Charme und nebst auch einen wunderschönen Strand zu bieten. Von der kleinen Bergkirche Santa Maria dell`Isola könnt Ihr die Küste überblicken und das schönste Plätzchen an dem feinen weißen Sandstrand mit azurblauem Wasser schonmal anpeilen.

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Kosten: Der Strand ist kostenlos zugänglich, Parkplätze findet Ihr allerdings nur gegen Gebühr. Liegen und Sonnenschirme könnt Ihr Euch bei verschiedenen Anbietern mieten, genau so wie JetSki oder Tretboot. Es gibt aber auch große Strandabschnitte, an denen Ihr Euch euer eigenes Equipment mitbringen könnt.
Adresse: Via Lungomare, 89861 Tropea VV

3. Durch Olivenhaine reiten

Kalabrien hat aber nicht nur schöne Küstenabschnitte mit Traumstränden, sondern auch ein üppig grünes und wunderschönes Inland. Hier wächst u.a. die seltene Zitronensorte „Bergamotte“, die ich so sehr in der Bionade liebe.

Wer nicht so gut zu Fuß ist oder wie wir nicht zu den Wanderfreunden zählt, erkundet die Region zum Beispiel mit dem Pferd. Reitet gemeinsam vorbei an Wasserfällen, durch ausgetrocknete Flussbetten und Olivenhaine und macht ein Picknick mit kalabresischen Spezialitäten im Schatten von Orangen- und Zitronenbäumen. Klingt toll? Ist es auch!

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Angeboten werden die Touren ganz privat von kleinen Agriturismi aber z.B. auch von der „Cooperativa Segreti Mediterranei„.

Kontakt: Cooperativa Segreti Mediterranei Tel. 33 38 34 28 66
Kosten: Hier kann ich Euch leider keine Preise nennen, da sie je nach Teilnehmerzahl und Reiterfahrungen variieren können. Bei Agriturismi ist es deutlich günstiger und familiärer.

4. Schwefelbad nehmen

Aufgrund der Plattentektonik in der Region entstand eine Vulkankette, die sich vom Vesuv bis zum Ätna erstreckt. Auch wenn inzwischen fast alle Vulkane schlummern oder nur leicht aktiv sind, finden sich mancherorts noch heiße Schwefelquellen. Und weil Schwefelwasserstoff eine heilende Wirkung nachgesagt wird, solltet Ihr ein Schwefelbad unbedingt ausprobieren.

Es erwartet euch ca. 30 Grad heißes Thermalwasser in dem Ihr baden und Euch eine Packung aus dem Heilschlamm machen könnt. Diese lässt man in der Sonne einwirken und trocknen ehe man zum Abspülen ins nahegelegene Meer oder unter die Dusche geht. Ein bisschen Überwindung kostet es auf jeden Fall, denn Schwefelwasserstoff riecht ziemlich übel. Leider haftet der Geruch auch nach ausgiebigem Duschen noch etwa einen Tag an eurer Haut und den Badesachen. Deshalb: nicht den schicksten Bikini anziehen.

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Wem die Schlammpackung too much ist, der sollte stattdessen die „Gurna di Caronte“  besuchen. Der kristallklare Quelteich ist wildromantisch.

Kosten: Auf Vulcano bezahlt ihr 4€ Eintritt pro Person und für die Dusche kommen jeweils 2€ hinzu. Im Quelteich könnt Ihr dank einer privaten Initiative kostenlos baden, wobei jedoch um eine Spende gebeten wird.
Adresse:  Für das Schwefelbad auf Vulcano habe ich leider keine Adresse gefunden. Wenn Ihr mit dem Boot anlegt, folgt dem Touristenstrom. Oder einfach der Nase nach 😉
Gurna di Caronte, Contrada Caronte, 88046 Lamezia Terme

5. Ausflug auf die Äolischen Inseln 

Nördlich von Sizilien und ca. 2 1/2 Stunden mit dem Schnellboot von Tropea entfernt, befinden sich die Äolischen Inseln. Sie zählen seit 2000 zum Weltnaturerbe, weshalb sie jeden Tag von vielen Touristen bereist werden. Die Inseln halten das oben beschriebene Schwefelbad auf Vulcano, schwarze Strände auf Stromboli sowie süße Boutiquen und Cafés auf Lipari für Euch bereit. Stromboli hat zudem noch eine weitere Attraktion, den gleichnamigen, einzig ständig aktiven Vulkan Europas. Vor allem nachts ist das Lavaspeien sehr gut zu sehen und ein einmaliges Erlebnis. Auf dem Wasser ankern die Ausflugsboote direkt vor der gewaltigen Feuerstraße, an dessen Fuß die Lava ins Meer fließt.

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Auch wandern lässt es sich auf den Äolischen Inseln sehr gut. Mögliche Ziele könnten dafür die Bimssteinbrüche oder die antike Akropolis auf Lipari sein.

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Kosten: Ausflugsboote bringen Euch an mind. 3 Tagen in der Woche von Tropea auf die Äolischen Inseln und wieder zurück. Ihr könnt die Inseln aber auch von Neapel und verschiedenen Häfen Sizilien´s erreichen. Dafür müsst Ihr etwa 40€ berappen. Tickets werden direkt im Hafen von Tropea, am Strand und in Touristinformationen verkauft.

6. AquaPark Odissea 2000 besuchen

Die Temperaturen in Kalabrien liegen im Sommer im Durchschnitt bei 30 Grad. Wer da mal Lust auf eine intensivere Abkühlung hat, sollte den AquaPark in Rossano besuchen. Wasserrutschen, die keine Wünsche offen lassen. Ob freier Fall, zu zweit oder allein im Reifen, mit Matte oder klassisch auf dem Hintern, jeder kommt auf seine Kosten. Außerdem gibt es ein Wellenbad, große Kinderplansch-Landschaften und ungelogen, die beste Pizza die ich in Italien gegessen habe.

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Kosten: Von Montag bis Samstag kostet der Eintritt für Erwachsene 16€ und Kinder 12€. Sonntags bezahlt ihr 22€ und 15€. Tische und Stühle inkl. Schirm findet ihr auf dem ganzen Gelände kostenlos. Hinzukommen noch 4€ für den Spint und 3€ je Sonnenliege.
Adresse: AquaPark Odissea 2000, Contrada Zolfara, Villaggio Nausicaa, 87067 Rossano
Öffnungszeiten: 10 Uhr – 18:30 Uhr von Mitte Juni bis September

7. Auf einen Cocktail ins „Le Pietre Volte“

Seid Ihr auf der Suche nach einer schönen Location um den heißen Tag geschmackvoll ausklingen zu lassen, ist das „Le Pietre Volte“ am Capo Vaticano die richtige Adresse. Egal ob zum Brunch, Mittag- oder Abendessen oder auf eine erfrischende Granita. Vor allem aber die Cocktails kann ich Euch sehr empfehlen. Auch die könnt Ihr dort im stylischen Garten genießen. Die Auswahl reicht dabei von Ginvariationen, über wechselnde Eigenkreationen des Barkeepers, bis hin zu den Lady Classics. Da sollte für jeden etwas dabei sein. 😉

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Kosten: Gehobene Gastronomie zu guten Preisen z.B. Cocktails für 6,50€.
Adresse: Le Pietre Volte, Località Tonicello snc, 89866 San Nicolò di Ricadi VV7
Öffnungszeiten: 8 Uhr – 13 Uhr und 17 Uhr bis 2 Uhr

8. Sizilienblick von Reggio di Calabria

Die ehemalige Hauptstadt Kalabriens, Reggio die Calabria, wartet mit Großstadtfeeling auf. Wer also doch mal Lust verspürt sein Geld bei Zara, Calzedonia, Stradivarius o.ä. zu lassen, muss wohl oder übel nach Reggio. Die Stadt hat jedoch noch mehr zu bieten, als eine große Shoppingstraße. Zum Beispiel die Promenade Lungomare Falcomata. Wie es in einigen Reiseführern beschrieben wird, der „schönste Kilometer Italiens“. Ein Bisschen übertrieben ist es schon, aber der Blick über die Meerenge hinüber nach Sizilien ist doch einmalig und reizvoll. Außerdem haben sich viele Beachclubs am Strand unterhalb der Promenade angesiedelt, dort lässt sich das Großstadtfeeling bei chilligen Beats und einem Strawberry Daiquiri ausgezeichnet genießen.

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Kosten: Der Blick nach Sizilien ist gratis und gleichzeitig unbezahlbar. 😉
Adresse: Lungomare Falcomata, Viale Italo Falcomata, 89125 Reggio Calabria RC

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9. Mit dem Tretboot oder Kanu in eine verlassene Bucht

Bei Tropea und am Capo Vaticano befinden sich die schönsten Strände Kalabriens. Doch weil man sie aufgrund der Steilhänge nur über wacklige und marode Holztreppen erreicht sind sehr viele von ihnen einsam und verlassen. Wesentlich einfacher als der Zugang über Land, ist es deshalb z.B. mit dem Tretboot oder Kanu übers Wasser dorthin zu gelangen.

Wir haben uns am Strand Grotticelle am Capo Vaticano ein Tretboot gemietet und brauchten nur etwa eine halbe Stunde ehe wir eine dieser romantisch einsamen Buchten erreichten. Wunderschön und so friedlich! Wer Taucherbrille und Flossen einpackt, kann dort übrigens auch gut in Grotten oder unter Felsvorsprüngen schnorcheln. Ein echter Geheimtipp!

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Kosten: Tretboot oder Kanu ca. 10€ pro Stunde
Adresse: Spiagge Grotticelle, Faro Capo Vaticano Province of Vibo Valentia

10. Canyoning in den Schluchten von Cosenza

Schneller, wilder und gefährlicher.. Meine letzte Empfehlung ist nur etwas für die Abenteuerlustigen unter Euch. Der neue Trendsport ist schon längst auch im Süden Italiens angekommen. Ihr klettert, rutscht und schwimmt durch die Canyons und an Wasserfällen entlang. Dabei werdet Ihr von einem erfahrenen Trainer begleitet und geführt. Wer in seinem Urlaub noch eine Extraportion Adrenalin benötigt, sollte sich dieses Erlebnis in mitten der unberührten Natur zwischen Castiglione und Papasidero nicht entgehen lassen. Meine Garantie: einmalig und unvergesslich!

Kosten: Über Rafting Yahoooooo bezahlt jeder 55€ wofür Neoprenanzug, Schwimmweste, Gurtzeug und Helm mit dabei sind. Selbst mitbringen müsst Ihr allerdings Badesachen und festes Schuhwerk.
Adresse: Via Guglielmo Marconi 11, 87029 Scalea CS

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Und nun wünsche ich allen Kalabrienurlaubern ein paar unvergessliche Tage. Lasst mir gern einen Kommentar da, wenn ich Euch mit meinen Tipps inspirieren konnte aber natürlich will ich auch wissen, wie es Euch gefallen hat.

Bis bald, Annegret.

Amsterdam City Guide

Travel

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich ein bisschen über unseren Citytrip nach Amsterdam erzählen und Euch den ein oder anderen Tipp mitgeben. Warum überhaupt Amsterdam? Lohnt sich eine Reise im Winter?  Wie sind die Niederländer? Und was ist die Besonderheit der niederländischen Coffeeshops? Diese und weitere Fragen versuche ich Euch im Folgenden zu beantworten.


Die Anreise:

Entspannter hätte für uns die Reise definitiv nicht beginnen können. Wir stiegen am Dienstagabend in Leipzig in den Bus von meinfernbus, fuhren über Nacht quer durch Deutschland und die Niederlande und erreichten am nächsten Morgen den Bahnhof Sloterdijk (rote Stecknadel) – im Westen von Amsterdam. Das Ganze hatte uns gerade einmal 29€ gekostet. Aufgrund dessen, dass wir unter der Woche fuhren, hatten wir den Bus auch fast für uns allein und konnten uns in der Front Row des Doppeldeckers ordentlich ausbreiten.

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Natürlich fährt meinfernbus auch von zahlreichen anderen Städten aus nach Amsterdam. Schaut euch am besten mal auf der Homepage um und variiert die Daten um die günstigste Fahrt zu finden.Von Sloterdijk bringt euch dann der Zug oder die Metro ins Zentrum – zu den öffentlichen Verkehrsmitteln erzähle ich Euch weiter unten noch mehr.

Die Unterkunft:

Die richtige Unterkunft zu finden fiel uns wesentlich schwerer als die passende Verbindung. Wir waren uns anfangs nicht nur unsicher was es für eine Unterkunft werden soll, sondern auch für welche Bezirke wir die Suche einschränken konnten. Letztlich entschieden wir uns aus dem Bauch heraus für das Apple Inn Hotel (lila Stecknadel). Im Nachhinein kann ich sagen, dass diese Entscheidung die Beste überhaupt war und uns in einen der schönsten Stadtteile Amsterdams brachte. In Oud-Zuid (Alt-Süd) fühlte ich mich direkt wohl. Die Architektur der hübschen Backsteinhäuser erinnerte mich sehr an die in Kensington and Chelsea in London. Ein echtes Träumchen. Auch unser Hotel befand sich in einem, der für die Gegend typischen, Häuser. Einziger Nachteil (der für uns kein wirklicher Nachteil war) – der fehlende Fahrstuhl und die extrem engen und steilen Treppen. Wenn man aber wie ich einen starken Mann an seiner Seite hat, braucht man sich keine Gedanken machen wie der Koffer ins Zimmer kommt. 😛 Das Hotel selbst gefiel uns sehr gut und genügte unseren Ansprüchen weitestgehend. Zwar fehlte ein Kühlschrank und der Platz um seinen Koffer, ohne dass er im Weg liegt, zu öffnen, aber da spricht man dann wahrscheinlich schon von „First World Problems“. Gebucht haben wir es ohne Verpflegung für 60€ pro Nacht im Doppelzimmer.
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Nicht weit vom Hotel befindet sich auch direkt der Vondelpark, der größte Stadtpark. Dort tummeln sich neben einer Überpopulation an freilebenden Wellensittichen vor allem ausgesprochen viele sportliche Amsterdamer. Man kann aber auch einfach nur gemütlich spazieren oder auf einen Kaffee in verschiedenen Cafés einkehren. Außerdem besticht die Gegend durch viele hübsche und trendige Läden. Besonders das ist ein Grund warum ich Amsterdam toll finde, denn es hat auch außerhalb des Stadtkerns einiges zu bieten.

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Direkt vor unserem Hotel fuhr übrigens alle 5 Minuten eine Straßenbahn ins Zentrum. Auch das ist also kein Problem.

Shopping:

Wie wahrscheinlich in allen europäischen Metropolen, lässt es sich auch in Amsterdam ausgezeichnet shoppen. Mit einer ausgiebigen Shoppingtour beginnt man am besten in der Kalverstraat am Dam (orange). Neben den Käseläden und Urban Outfitters, finden sich hier überwiegend bekannte Läden, nichts Besonderes. Läuft man sie jedoch bis zum Ende ab, erreicht man den Singel. Von hier geht es weiter am schwimmenden Blumenmarkt entlang (grün). Blumenverkäufer haben sich dort auf schwimmenden Pontons an der Gracht niedergelassen. Sie verkaufen Sträuße, Blumenzwiebeln und Souvenirs.  Der Markt endet an der Kreuzung zur Leidsestraat (violett), die Straße für Höherpreisiges und individuelle Labels. Ted Baker, Brandy Melville oder auch Abercrombie finden sich hier. Ansonsten lockt der neue Hunkemöller Flagshipstore und ein hipper Popcornladen. Das Gourmetpopcorn gibt es in mehr als 20 Flavours. Dieses Geschmackserlebnis vermisse ich echt sehr. Also für alle die nach Amsterdam reisen, ist ein Besuch des kleinen FOL-Stores PFLICHT!

Biegt man von der Hauptstraße nach links und rechts in die  kleinen Gassen ab, findet man übrigens noch viele weitere individuelle Geschäfte und Concept-Stores. Ich hätte mich Stunden darin aufhalten können, denn das Sortiment war meist ein Mix aus Fashion, Interior und Jewellery und die Läden ganz persönlich gestaltet.

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Sights:

Aus eigener Erfahrung kann ich Euch das Erkunden der Stadt mit dem Fahrrad sehr empfehlen. Wo, wenn nicht in Amsterdam, der Fahrradstadt schlechthin. So seid ihr flexibel und schnell von A nach B. Außerdem macht es wirklich Spaß wie ein echter Local Amsterdam zu entdecken.

DSC07250Mit dem Fahrrad kommt Ihr so vom Dam, wo sich der Königspalast, das Nationalmonument und die Krönungskirche befinden, auch ganz schnell nach Chinatown. Dort steht das älteste weltliche Gebäude der Stadt, de Waag. Wer von dort nur ein paar Querstraßen weiter fährt, findet sich, ohne es zu merken, auf einmal im Rotlichtviertel wieder. Anders als in Hamburg weisen einen aber keine blinkenden Schilder oder strömende Männermassen daraufhin. Der Stadtteil wirkt romantisch und idyllisch mit seinen schmalen, verschlungenen Gassen. Von Romantik hat es aber leider dann nicht mehr viel, wenn einem von einer nackten, alten und pornös geschminkten Frau Liebesdienste im Schaufenster angeboten werden. Alle, die das als nicht so sehenswert einschätzen, können um Rossebuurt einen Bogen machen.

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Stattdessen radelt man lieber an den Grachten entlang und besucht an der Prinsengracht das Käsemuseum. Der Eintritt ist kostenlos und die Käsevielfalt unglaublich. Zudem ist Probieren erwünscht und das ohne Limit. Alternativ kann man auch mal an einem der unzähligen Coffeeshops Halt machen. Man bemerkt sie meist schon aus weiter Entfernung, weil es einfach ungewohnt nach Gras riecht. Irgendwie hatte ich mir das mit den legalen Drogen in Amsterdam anders vorgestellt. Ich dachte in einem solchen Laden würden nur bekiffte Suffies sitzen und das auch erst in den Abendstunden. Doch scheinbar zelebrieren die Niederländer ihren Joint wie einen Kaffee zu jeder Tageszeit. Ich bin überrascht als ich einen dieser Shops betrete – gemütliches Caféambiente, gedimmtes Licht, junge hübsche Frauen an der Theke. Es gibt eben einfach neben Kaffee und Kuchen auch diverse Grasprodukte.

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Für alle, die sich sehr für Kultur und Kunstgeschichte interessieren, hat Amsterdam auch noch einiges zu bieten. Am Museumplein befinden sich z.B. das Van Gogh Museum sowie das Nationalmuseum (Rijksmuseum) und im westlichen Grachtengürtel das Anne-Frank-Haus, welche ganz bestimmt einen Besuch wert sind.

Übrigens hat Amsterdam auch ein sehr gutes ÖPNV-Netz. Wir haben uns ein 5-Tages-Ticket für 27€ gekauft. Damit konnten wir Metro, Bus und Tram im Stadtgebiet nutzen. Die Mehrtagestickets erhaltet ihr für bis zu 4 Tage an allen Automaten. Alles was darüber liegt, wird allerdings nur an der Hauptkasse vor dem Hauptbahnhof ausgegeben. Besonders im Winter lohnt sich ein solches Ticket, denn bei niedrigen Temperaturen ist Fahrrad fahren dann doch nicht immer so angenehm. Außerdem seid Ihr super flexibel und könnt, wie wir es auch getan haben, mit dem Bus in den dörflichen Norden Amsterdams fahren oder im Sommer zu den Tulpenfeldern.

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Essen:

Weiter oben hatte ich bereits geschrieben, dass wir im Hotel kein Frühstück hinzugebucht hatten. Ich mag es lieber, jeden Morgen etwas anderes auszuprobieren, als immer das Gleiche zu haben. Auch wenn in den Niederlanden allgemein das Essen und Lebensmittel viel teurer als in Deutschland sind, lohnt es sich gerade in Amsterdam Essen zu gehen. Folgende Hotspots kann ich euch da besonders empfehlen:

Foodhallen Bellamyplein 51

Hier gibt es verschiedenes Streetfood unter einem Dach. Ein sehr cooles Konzept wie ich finde. Jeder kann nach seinem Geschmack essen und trotzdem gemeinsam an einem Tisch sitzen.

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Ein hübsches Restaurant in Oud-Zuid mit Liebe zum Detail gestaltet und Frozen Yoghurt at its finest.

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Eine von unzähligen Pommesbuden in Amsterdam. Vielleicht nicht die Beste (wir konnten nicht alle testen) aber mit mehr als 20 Soßen, wahrscheinlich die mit der größten Auswahl.

Albert Cuyp Markt Albert Cuypstraat

Der berühmte Straßenmarkt von Amsterdam. Hier gibt es neben Mode vor allem frische Lebensmittel und leckeres Essen. Wir haben uns von dort Fladenbrot und verschiedene Schafskäseaufstriche mitgenommen… super lecker! Er ist jeden Tag (außer Sonntag) von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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Wenn Ihr einen Supermarkt sucht, findet ihr in der Innenstadt eigentlich überall Albert Heijn Supermärkte. Sie bieten ganz viel Healthy Food für to go, was ich besonders cool finde. So habe ich mir dann als Abendbrot von dort auch mal einen Quinoasalat und frisch gepressten Orangensaft gekauft, da es einfach viel günstiger war.


Ich für meinen Teil habe mich ein Stück weit in Amsterdam verliebt. Auch wenn es keineswegs nachteilig war im Winter die Stadt zu besuchen, werden wir ganz sicher nochmal einen Sommer dort verbringen. Mich hat die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Niederländer wirklich überrascht. Nach der Zeit in Amsterdam kann ich deshalb sagen, die „Nederlanders“ sind ein richtig sympathisches und junges Völkchen. Amsterdam hat zwar nicht DIE Sehenswürdigkeiten wie es London oder Paris haben, aber besticht als Stadt für sich mit ihrem Flair und den vielen kleinen Details. Das ist es was Amsterdam besonders und sehenswert macht. Also ein Besuch lohnt sich wirklich!

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