Copenhagen Diary

Travel

Im November vergangenen Jahres verschlug es meinen Freund und mich nach Kopenhagen.  Wir hatten noch einen Hotelgutschein von A&O Hotels, da dieser aber bald verfallen wäre, entschieden wir uns kurzer Hand für einen Trip ins Königreich Dänemark.

Anreise:

Von Hamburg aus ging es für uns mit dem Auto los. Ich hätte nicht gedacht, dass die Strecke so kurzweilig ist. Aber wahrscheinlich kam mir das auch nur so vor, denn auf halber Strecke setzten wir mit der Fähre über. Die Fährfahrten von Puttgarden (auf Fehmarn) nach Rødby bietet Scandlines an. Die 45-minütige Fahrt kostete uns zwei plus PKW nur 32,50 Euro. Leider variieren die Preise aber unglaublich, abhängig auch von Wochentag und Jahreszeit. Da muss man echt Glück haben.. 😯 Nach 160 weiteren Kilometern erreichten wir schließlich Kopenhagen.

Verkehrsmittel:

Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel wollten wir dann natürlich gleich die Stadt erkunden. Wenn da nur nicht die Herausforderung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gewesen wäre. 😂 Ich habe wirklich in noch keiner anderen Stadt vorher einen so unübersichtlichen ÖPNV-Plan gesehen. Das war wirklich furchtbar. Überhaupt habe ich das ganze Netz dort als eher touri-unfreundlich empfunden.

20 Minuten Studium des Fahrkartenautomaten später und wir hatten uns schließlich dafür entschieden, jede Fahrt in die Stadt einzeln zu kaufen. Haltet Euch fest: Ein 3-Tages-Ticket hätte uns pro Person einfach mal über 35 Euro gekostet. 🙈 So waren wir am Ende günstiger dabei, denn eine Einzelfahrt kam umgerechnet 3,50 Euro.

Wenn Ihr gut zu Fuß seid, könnt Ihr Kopenhagen aber auch wunderbar auf diese Weise erkunden. So haben wir es letztlich auch gemacht und nur für den Weg zum Hotel (was etwas außerhalb in Nørrebro lag) den Bus genommen.

Sights:

In der City angekommen, schlenderten wir erstmal über Kopenhagens Flaniermeile. Strøget (dänisch für „Strich“) ist die älteste und längste Fußgängerstraße der Welt. Auch Kopenhagens bekannteste Kaufhäuser Illum und Magasin du Nord sind direkt dort gelegen. Zu meiner Freude hatten entlang der Straße eigentlich alle Geschäfte auch sonntags geöffnet und es wurde ein erster kurzer Shoppingbummel daraus.

Nyhavn mit den vielen bunten Häusern am Wasser ist natürlich ein absolutes MUSS für Kopenhagen-Touris = Photospot ✔️ und unweit der Strøget. Hier fahren auch die Boote für die Hafenrundfahrten ab. Allerdings müsst Ihr aufpassen, es gibt nämlich zwei Anbieter. Der etwas teurere befindet sich direkt, auffällig sichtbar, am Kanalanfang. Günstiger bekommt man die Bootstour jedoch am Anleger gegenüber der bunten Häuser.

Wir haben uns unfreiwillig für die teurere Rundfahrt entschieden, weil wir den günstigeren Anbieter, von dem wir auch in City Guides gelesen haben, zunächst nicht finden konnten. Die 12 Euro waren es aber alle Mal wert.

P1170073-2-2P1170116-2P1170131-2Vom Wasser aus konnten wir u. a. das Opernhaus, Schloss Christiansborg, das dänische Nationalmuseum, die kleine Meerjungfrau und Schloss Amalienborg sehen. Zu den beiden letztgenannten machten wir uns aber auch noch einmal zu einem Spaziergang auf. Von Nyhavn sind es etwa 15 Minuten zu Fuß und wenn Ihr ohnehin einen Abstecher zur Meerjungfrau plant, dann liegt das Schloss der Königin sowieso auf dem Weg.

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Auch durch Christianshavn führte uns die Hafenrundfahrt. Der Stadtteil, gegenüber von Nyhavn gelegen und mit einer Fußgängerbrücke über das Hafenbecken verbunden, erinnert mit seinen Kanälen und Brücken total an Amsterdam = Photospot 2 ✔️ Und viele hippe Food Places gibt es auch 🍔🍜

Der Turm der Vor Frelsers Kirke (Erlöserkirche) fiel uns in Christianshavn direkt auf, denn er ist besonders! Um den 90 m hohen Turm herum kann man gegen den Uhrzeigersinn aufsteigen, UND: Von den insgesamt 400 Treppenstufen verlaufen 150 außen an der Spitze entlang. Um von oben den nahezu kompletten Ausblick auf Kopenhagen zu genießen, solltet Ihr wirklich (wirklich!) schwindelfrei sein. Ich erinnere mich noch an unseren Aufstieg, als uns eine junge Frau völlig blass, zitternd und verheult entgegenkam, da wusste ich noch nicht wieso. 😂

 

Unweit der Erlöserkirche befindet sich die Freistadt Christiania. Es hat wirklich nichts von einem Must See, aber wenn es Eure Zeit erlaubt, ist ein Besuch hier doch interessant. Die Freistadt ist eine staatlich geduldete autonome Gemeinde. Ein bunter, alternativer Stadtteil könnte man sagen. Aber: Fotografieren streng verboten! (Habs einmal gemacht, wobei das Foto unten entstanden ist und wurde dann direkt ermahnt 🤭)

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An jeder Ecke haben sich Dealer mit einem kleinen Tisch, Waage und „Dealer-Logo“ eingerichtet – Marihuana wird hier toleriert. Folglich begegneten uns dort aber auch einige merkwürdige Gestalten und ich verspürte weder das Bedürfnis dort an einem der Food Trucks etwas zu essen, noch dort länger herum zu laufen. Naja, jedem das Seine. 😉

Da wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Kopenhagens Zentrum innerhalb von zwei Tagen erkundet hatten, entschieden wir uns an Tag 3 für einen Abstecher in die Stadtteile Østerbro und Frederiksberg. Im hippen Skandinavien wimmelt es nur so von süßen Concept und Interior Stores oder auch kleinen Boutiquen.

 

Weil wir so tolles Herbstwetter erwischt hatten, spazierten wir in Frederiksberg von der Gammel Kongevej noch durch die Frederiksberg Gardens (Frederiksberg Have). Ein großer und wunderschön angelegter Park im englischen Stil. Ein Idyll für meinen perfekten Hygge-Moment in Kopenhagen.

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Essen:

Hot Dog und Smørrebrød! Den heißen Hund bekommt Ihr in Kopenhagen an jeder Ecke. Er schmeckt echt super lecker, macht Euch aber auch direkt 5 Euro ärmer. 🙈Günstigeres Fast Food gibt es aber sowieso nirgends, also gönnt Euch unbedingt einen!

Das dänische Butterbrot mit den verschiedensten Belägen wollte ich natürlich auch probieren. Fündig geworden sind wir bei Copenhagen Smørrebrød (Badstuestraede 4).

Es gibt die Brote mit den verschiedensten Belägen: Ob Fisch, Fleisch oder Veggie – Ihr solltet alle fündig werden! 😍

Abends waren wir einmal in der Grillen Burgerbar (Nørrebrogade 13) essen. Burger und Fries gibt es hier für 89 DKK (ca. 11,50 €) plus Getränk für etwa 45 DKK (ca. 6€). Es hat uns dort echt gut gefallen. Das Restaurant ist im urbanen Stil eingerichtet und auch gemacklich war es top. 👍🏻

An einem anderen Abend haben wir auf der selben Straße im Ravensborg Kitchen & Bar gegessen. „Eine Mischung aus New Yorker Reinheit und Pariser Eleganz!“ trifft es zur Beschreibung dieser Brasserie wirklich sehr gut. Auch in der Karte spiegelt sich diese Fusion wieder. Gehobene Gastronomie und sehr empfehlenswert. 👌🏻

Ihr dürft nicht denken, dass dies nun DIE Food Spots schlechthin sind, aber dafür habe ich für Euch zumindest DEN Coffee Spot in Kopenhagen. ☕️ Das Kafferiet! Fünf kleine, liebevoll eingerichtete Cafés gibt es in der Stadt. Sympathische Locals haben uns dort den besten Kaffee zubereitet (I swear), den man brauchen kann, wenn man zu Fuß die Stadt erkundet. Die Baristas sind super charming und gaben uns auch noch ein paar nette Tipps für Kopenhagen mit auf den Weg. Wenn Ihr also auch einmal in Kopenhagen seid, müsst Ihr mir versprechen Euch dort einen Kaffee zu holen. 😉

 


Kopenhagen ist ein Reiseziel, das uns im Herbst/Winter keinesfalls enttäuscht hat. Gleichwohl wir z. B. den berühmten Tivoli nicht besuchen konnten, hat uns nichts gefehlt. Ob ich also irgendwann im Sommer nochmal hin muss? Nein. Wir hatten nach anfänglichem Regen ein paar wundervoll sonnige Herbsttage dort. Was will man mehr.. 🤷‍♀️ Und in den Genuss des skandinavischen Sommers werde ich sicher anderenorts noch kommen (pray for it).

Meiner Einschätzung nach genügen übrigens bereits zwei Tage, um Kopenhagen gut zu erkunden. Museumsbesuche sind hier jedoch nicht mit eingerechnet.

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